Monatsarchiv für Februar 2009

Feb 28 2009

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Herstellen eines Qualitätsprodukts

Bauleistungen werden von Menschen ausgeführt, entweder in Handarbeit oder in dem diese Geräte und Maschinen bedienen und daher hängt von diesen in erster Linie die Qualität der Ausführung ab. Die bei Ihnen beschäftigten Menschen müssen Qualität herstellen können und vor allem wollen und da sie sich an den Vorbildern im Unternehmen orientieren, kommt den Führungskräften eine besondere Bedeutung zu. Dabei ist das Handeln wichtiger als das Sagen.

Denn viele Führungskräfte sagen, vor allem gegenüber dem Kunden, wir liefern Qualität, doch in der mitunter scheinbar anstehenden Entscheidung

„Kosten oder Qualität”

wählen Sie die Kosten. Meist eine falsche Entscheidung, denn oft wird nur vordergründig gespart und das dicke Ende kommt nach. Vor allem aber ist die Vorbildwirkung beim Mitarbeiter dahin.

Im Unternehmen muss ein Betriebsklima herrschen, das den Mitarbeiter Fehler erlaubt, ohne dass es zu größeren Sanktionen kommt und die Verbesserungsvorschläge und Ideen von allen Mitarbeitern müssen sorgfältig geprüft werden.

Man muss den Mitarbeitern den engen Zusammenhang klar machen zwischen der Qualität ihrer Arbeit und dem Unternehmenserfolg und damit in der heutigen Zeit auch am Fortbestand des eigenen Arbeitsplatzes.

Der Mitarbeiter muss auch wissen, dass Vertuschen eines Fehlers oder Mangels die kostengünstige Beseitigung verhindert und dass ein späteres Beheben des Mangels sehr viel mehr Geld kostet, vor allem wenn es zu Folgeschäden kommt. Die Vertuschung zieht meist viel Ärger, auch durch den Kunden, nach sich.

Dies brachte einmal ein Qualitätsmanager so auf den Punkt.

 

Nur ein Fehler ist nicht zu verzeihen,

nämlich einen gemachten Fehler

nicht zu melden

 

Mitarbeiter müssen sich mit ihrer Arbeit identifizieren können und dies setzt entsprechende Information voraus, sie dürfen nicht zu reinen Befehlsempfänger degradiert werden und sie müssen wieder den fast vergessenen Handwerkerstolz auf die Arbeit entwickeln, was in der von schlechten Neuigkeiten und Meinungen geprägten Branche zugegebenermaßen nicht ganz einfach ist.

Die Mitarbeiter müssen für die zu erbringenden Leistungen ausreichend qualifiziert sein und sie müssen durch ihre Vorgesetzten ggf. ausführlich angeleitet werden, vor allem, wenn es sich um neue Verfahren, neue Materialien oder neue Geräte handelt.

Wenn Sie mehr über die Herstellung eines Qualitätsprodukts erfahren wollen, können Sie dies in meinem Buch “Qualitätssicherung am Bau – Der Weg zu besseren Ergebnissen und zufriedenen Kunden” nachlesen, € das Sie zum Preis von € 16,80 hier bestellen können.

Denn im März werde ich Ihnen ein weiteres Fachbuch vorstellen.

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Feb 27 2009

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Vorbeugende Qualitätssicherung (3)

Sind für die Lieferung verbindlicher Ausführungsunterlagen keine Termine vertraglich vereinbart worden, muss der Bauleiter ermitteln, bis zu welchem Zeitpunkt er die Unterlagen benötigt und dies dem Kunden mitteilen und – soweit möglich – mit diesem vereinbaren.

Als durchaus zweckmäßig erweist es sich, den Kunden bzw. seinen Planer einige Tage vor Ablauf einer Frist an diese zu erinnern.

Dies sollte aber bereits vorab vereinbart werden oder vom Bauleiter als besondere Serviceleistung angekündigt werden, damit diese „Mahnung” zu keinen Unstimmigkeiten führt.

Allerdings muss der Bauleiter diese Maßnahme dann auch konsequent umsetzen, denn wahrscheinlich verlässt sich der Planer darauf.

Bei entsprechender Programmierung kann die EDV den Bauleiter automatisch erinnern und das erforderliche Schreiben ausdrucken und per Fax oder Mail versenden, falls dies so vereinbart ist, andernfalls auf dem Postweg.

Natürlich ist auch die Übereinstimmung mit den Vertragsunterlagen zu prüfen.

Liegen Änderungen vor, ist zu prüfen, ob diese Auswirkungen auf Preis und Termin haben.

Wenn ja, muss dies dem Auftraggeber mitgeteilt und ein entsprechender Nachtrag angekündigt oder gestellt werden.

Die Ausführung darf nur erfolgen, wenn der Auftraggeber verbindlich den Auftrag erteilt hat, ggf. auch ohne Einigung über den Preis, was die VOB leider zulässt und die Verhandlungsposition der Bauunternehmen mitunter nachhaltig schwächt.

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Feb 26 2009

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Unerfreuliche Dezemberzahlen

Abgelegt unter Aktuelles

für das Bauhauptgewerbe vermeldet das statische Bundesamt für den Dezember 2008, nämlich insgesamt ein Minus von 11,8 % bei den Auftragseingängen insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Hochbau lag der Rückgang bei 9 %, im Tiefbau bei fast 15%.

Nun ist es immer schwierig, aus einem Monatsergebnis einen langfristigen Trend herauszulesen, denn die Ursachen können unterschiedlich sein, aber es entspricht dem Trend der anderen Wirtschaftsbereiche.

Vielleicht hat ja auch die Diskussion um das Konjunkturpaket dafür gesorgt, dass Aufträge zurückgehalten wurden, in der Hoffnung, später davon profitieren zu können.

In manchen Wirtschaftskommentaren ist derzeit auch zu lesen, dass das Konjunkturprogramm die Branche nicht ganz so pessimistisch in die Zukunft blicken lässt, wie es diese Zahlen erwarten lassen.

Aber eins ist sicher, die Zeiten werden auch am Bau härter und deshalb gilt es für jedes Bauunternehmen genügend Aufträgen zu auskömmlichen Preisen zu erhalten und in der Abwicklung die Kosten zu minimieren.

Beide Themen werden derzeit von mir in verschiedenen Baufirmen bearbeitet. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, mailen Sie mich einfach an.

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Feb 25 2009

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Vorbeugende Qualitätssicherung (2)

Wenn ein Planer eingeschaltet ist, sollten Sie vermeiden, Planungsverantwortung – vor allem ohne entsprechende Bezahlung – zu übernehmen, damit würden Sie ihr Risiko deutlich erhöhen.

Weisen Sie den Kunden ggf. darauf hin, dass Sie erst nach seiner verbindlichen Entscheidung die Arbeiten ausführen können und falls diese verspätet getroffen wird, die Arbeiten auf der Baustelle u.U. eingestellt werden müssen mit den entsprechenden Folgen für die Kosten und den Fertigstellungstermin.

Der Bau- oder Projektleiter hat dafür Sorge zu tragen, dass alle Ausführungspläne so rechtzeitig bereitgestellt werden, dass

  • sie umfassend kontrolliert werden können
  • alle für die Ausführung erforderlichen Materialien oder benötigte Geräte rechtzeitig bestellt bzw. abgerufen werden können

der Polier bzw. die Nachunternehmer rechtzeitig eingewiesen werden können.

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Feb 23 2009

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Vorbeugende Qualitätssicherung (1)

Alle Unterlagen, die der Ausführung des Projektes dienen, müssen besonders sorgfältig geprüft werden.

Die vielleicht wichtigste Prüfung ist die Feststellung, ob jede Unterlage – Pläne, Änderungen, Bemusterungen, Nachträge – durch den Vertragspartner bzw. einen dafür ausdrücklich Bevollmächtigten freigegeben und damit genehmigt wurde.

Denn nur dann können Sie sicher sein, dass die Unterlage dem Willen Ihres Vertragspartners entspricht und er die darauf basierende Ausführung letztlich auch akzeptieren wird.

Bauen nach Vorabzügen beinhaltet ein extrem großes Risiko für den Ausführenden, denn ein Vorabzug bedeutet eigentlich nichts weiter als eine unverbindliche Absichtserklärung, wie der Planverfasser sich vorstellen könnte, dass das Projekt oder Detail ausgeführt werden könnte.

Aber selbstverständlich könnte er es sich auch noch anders überlegen oder der Kunde noch andere Wünsche und Vorstellungen haben.

Gehen Sie auf keinen Fall ein solches Risiko ein, es ist bei entsprechender Abstimmung und Vereinbarung möglich, rechzeitig freigegebene Pläne usw. zu erhalten.

Alle Ausführungsunterlagen müssen in Ihrem Hause sehr sorgfältig auf die Übereinstimmung mit den Regeln der Technik sowie den Vorschriften und Normen überprüft werden.

Evtl. Abweichungen müssen dem Auftraggeber als Bedenken mitgeteilt und nachgefragt werden, wie die Leistung ausgeführt werden soll.

Erst wenn der Auftraggeber diese Entscheidung getroffen hat, ist es risikolos die Arbeiten auszuführen.

Der Auftraggeber muss sich eindeutig entscheiden, ggf. muss er die Verantwortung für eine von der Norm abweichenden Ausführung selbst übernehmen und Sie als Unternehmer freistellen, falls infolge dieser Ausführung Mängel auftreten.

Dies gilt nicht, wenn die Ausführung gegen bestehende Gesetze verstoßen würde, dann dürfen Sie natürlich nicht ausführen, allerdings muss der Kunden Ihnen vorgeben, wie Sie stattdessen ausführen sollen.

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Feb 22 2009

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Vorhersehbare Flops (2)

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Bei uns gibt es ein Dorf, das viele Bauherren anzieht, weil die meisten Bauplätze außerhalb des Ortskerns sehr ruhig sind, weil es keine Industrie, dafür aber viel Wald gibt.

Nun führt durch das alte Dorf eine doch stark befahrene Straße entlang einer Pferdekoppel mit einem 90 Grad Bogen und einer kurzen, aber steilen Steigung.

Hier kam jetzt ein Bauträger auf die glorreiche Idee, statt der Pferdekoppel hier 15 Einfamilienhäuser erstellen zu lassen und ich habe mich schon immer gefragt, wer soll den dort kaufen und bauen. Denn Busse und Lkws müssen hier abwärts stark bremsen und aufwärts richtig Gas geben, beides nicht unbedingt förderlich fürs Wohnen.

Seit mehr als 3 Jahren stehen die Bauplätze zum Verkauf, die Erschließung ist bis auf den Feinbelag der Straßen seit 2 Jahren fertiggestellt, der Bauträger hat hier echt viel Geld in die Hand genommen und das Ergebnis?

Die beiden weitest entfernt von der Straße gelegenen Grundstücke sind bebaut, wobei ich bei einem allerdings noch nie Bewohner gesehen habe, obwohl ich fast täglich daran vorbeikomme.

Ein Zuschussgeschäft per excellence, das mit etwas Denken hätte vermieden werden können.

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Feb 21 2009

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Vorhersehbare Flops

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Mitunter frage ich mich wirklich, ob Bauträger bevor sie ein Grundstück kaufen, auch an die möglichen Kunden denken und ein Grundstück auch aus Kundensicht betrachten oder sich auch nur den Bebauungsplan genau anschauen

 

Wie ich zu der Frage komme?

 

Ganz einfach, immer wieder sind Grundstücke oder Bebauungskonzepte auf dem Markt, die entweder nicht genehmigungsfähig oder nicht verkaufbar sind und wo einem dies schon der gesunde Menschenverstand sagen müsste.

 

Zwei Beispiele gefällig?

 

Da gibt es ein Wohngebiet mit überwiegend einstöckigen Häusern, einige auch mit ausgebautem Dachgeschoß, dies sieht auch der Bebauungsplan so vor. Hier gibt es noch ganz wenige Lückengrundstücke und eines wollte ein Bauträger erwerben. Vorher – so clever war er immerhin – stellte er eine detaillierte und mit genauen Planen untermauerte Bauvoranfrage bei der Gemeinde. Das Gebäude sollte 2 Vollgeschoße und ein ausgebautes Dachgeschoß umfassen und auch die überbaute Fläche und die Nutzfläche übertrafen die entsprechenden Daten des Bebauungsplans, denn das Haus war als Mehrfamilienhaus (5 Wohnungen)konzipiert

Die Gemeinde lehnte ab, denn das Bauamt wusste, mit diesem Projekt würde es Ärger geben.

Außer Spesen nichts gewesen, kann man hier nur sagen und die nicht so kleinen Spesen hätte man sich auch noch sparen können.

Aber mitunter haben Firmen immer noch zuviel Geld.

 

Das 2. und sehr viel teurere Beispiel erzähle ich Ihnen morgen.

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Feb 20 2009

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Vorarbeiterseminar

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Heute habe ich ein firmeninternes Vorarbeiterseminar zur Baustellenabwicklung durchgeführt, an dem auch die Bauleiter des Unternehmens teilnahmen.

Schwerpunkte dabei waren insbesondere die Materialkontrollen incl. der Dokumentation aller dabei gefundenen Abweichungen auf dem jeweiligen Lieferschein und vor allem Fragen der Qualitätssicherung und der Motivation der gewerblichen Mitarbeiter auf der Baustelle.

Auch die Fragen der Zielvorgaben für die Baustellen in Form der Wochenplanung und der Planung von Arbeitspaketen wurde besprochen, wenngleich es in dem halbtägigen Seminar nicht möglich war, dieses Thema zu vertiefen.

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Feb 19 2009

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Fehlerkosten (2)

Die Minderung der Fehlerkosten muss daher ein zentrales Anliegen der Unternehmen sowie der verantwortlichen Führungskräfte sein, um die gewünschten und notwendigen betriebswirtschaftlichen Ergebnisse zu erreichen, die das Unternehmen langfristig sichern.

Bereits eine Halbierung der Fehlerkosten hätte gerade bei engen Margen überaus positive Auswirkungen auf die langfristige Unternehmenssicherung.

Man kann daher sagen:

 

Es ist nichts wirtschaftlicher

als jede Arbeit nur einmal,

dann aber richtig zu machen

 

Beispiel:

Betrachten wir doch einfach mal den Aufwand zur Mängelbeseitigung, wenn eine nicht tragende Wand falsch angelegt und dann entsprechend gemauert wird. Der Fehler wird erst nach einigen Tagen bemerkt.

Nun muss die Wand abgerissen werden, u.U. muss dafür ein Kompressor mit Abbruchhammer auf die Baustelle transportiert werden. Der Bauschutt muss entsorgt und es müssen neue Steine und Mörtel extra angeliefert werden, es sei denn, es ist zu viel Material auf der Baustelle oder das fehlende Material kann mit einer folgenden Lieferung gebracht werden. Schließlich muss die Wand ein 2. Mal angelegt und nochmals gemauert werden.

Der Aufwand und damit die Kosten sind ein Vielfaches der Ursprungskosten und im Vergleich zu den Kosten einer rechtzeitigen Kontrolle der Maße nahezu exorbitant.

Noch gravierender wird es, wenn der Mangel erst später beim Verlegen der Fliesen oder bei der Abnahme festgestellt wird.

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Feb 17 2009

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Bürgschaftskredit oder Kautionsversicherung

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Haben Sie diese Frage für Ihr Unternehmen schon geprüft?

 

Wenn nein, dann sollte Sie es unbedingt machen, denn damit können Sie u.U. die Belastung Ihres Kreditrahmens bei Ihrer Hausbank reduzieren und dies kann sich in der heutigen Zeit als vorteilhaft oder sogar zwingend notwendig erweisen.

Hier können Sie Näheres nachlesen.

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