Einführung in mein Fachbuch „Die optimierte Baustellenabwicklung“

Es ist immer wieder dasselbe Spiel: Sie bzw. Ihr Unternehmen haben einen Auftrag erhalten. Nun hoffen alle – vor allem bei den schon seit einiger Zeit immer enger werdenden Preisen und Margen -, dass mit den vertraglich vereinbarten Preisen ein positives Ergebnis möglich sein wird. Nach Abschluss des Bauprojektes stellen Sie dann vielleicht fest, dass – und dies kommt heute leider zu häufig vor – die Vollkosten doch nicht gedeckt wurden.

Die Ursache ist meist schnell gefunden: Fehler in der Kalkulation, Fehler oder die Gewährung zu hoher Nachlässe in den Auftragsverhandlungen. Dies trifft auch sicher in dem einen oder anderen Fall zu, ist meist aber zu kurz gedacht, denn nimmt man die Organisation vor, während und nach der Baustellenabwicklung genauer unter die Lupe, kann man feststellen, welche Reserven verschwendet und welche Potentiale nicht genutzt wurden.

Daher behaupte ich, dass man mit eigenen gewerblichen Mitarbeitern auch heute noch Geld verdienen kann. Das glauben Sie nicht? Folgendes Beispiel bestätigt meine These: Ich habe vor einiger Zeit zwei Bauunternehmen betreut, die in der gleichen Region tätig sind, ganz ähnliche Leistungsangebote im Bereich Rohbau haben und vergleichbare Umsätze erzielen. Während das eine Unternehmen in den letzten Jahren permanent die eigenen Mitarbeiter abgebaut und immer mehr Rohbauleistungen eingekauft hat – sei es über Nachunternehmer oder über Werksvertragsfirmen – hat das andere Unternehmen in geringem Umfange bei den eigenen Mitarbeitern eine Qualitätsbereinigung durchgeführt.

Ein Unternehmen verdient im Rohbau kein Geld und der Gewinn aus dem schlüsselfertigen Bereich reicht nicht aus, um die Verluste abzudecken. Die Geschäftsleitung dieses Unternehmens überlegte, infolge Auftragsmangel weitere der wenigen verbliebenen gewerblichen Mitarbeiter abzubauen. Das andere Unternehmen schreibt auch im Bereich Rohbau schwarze Zahlen und ist voll ausgelastet. Natürlich gibt es auch in der Auftragsbeschaffung Unterschiede, trotzdem wird deutlich, dass der Abbau eigener Mitarbeiter keinesfalls immer der richtige Schritt ist – weitere Beispiele aus meiner Praxis zeugen eher vom Gegenteil.

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