Einführung in mein Fachbuch „Die optimierte Baustellenabwicklung“ (2)

In dieser Veröffentlichung möchte ich aufzeigen, welche Möglichkeiten bei jeder Baustelle genutzt werden müssen, um das definierte Ziel, nämlich bei jedem Auftrag Gewinn zu erzielen, auch tatsächlich zu erreichen. Das Prinzip ist allgemein bekannt, denn bereits vor mehr als 50  Jahren wurde von Dr. Dressel (Institut für Arbeitswissenschaften, Leonberg) bei Modellprojekten eindeutig bewiesen, wie viel man durch eine gezielte Arbeitsvorbereitung erreichen kann. Bei einer Umfrage unter Geschäftsführern mittelständischer Bauunternehmen vor einigen Jahren wurde von diesen die Wichtigkeit der Arbeitsvorbereitung besonders betont.

Doch die Realität sieht in den meisten Unternehmen leider immer noch anders aus: Arbeitsvorbereitung ist ein Stiefkind und wird nur marginal in Ansätzen verwirklicht. Als Gründe werden genannt

  • Der Bauleiter hat keine Zeit für die Vorbereitung
  • Die Pläne kommen zu spät
  • Es kommt doch alles anders als geplant
  • usw.

Diese Gründe sind zwar leider häufig richtig, aber es gibt Möglichkeiten, dies zu verändern, wenn man es wirklich will. Dann darf aber der Bauleiter seine Leistung nicht durch die Beherrschung des (von ihm mit verursachten) Chaos definieren. Außerdem man darf bei der Auftragsbeschaffung oder auch später aus Angst vor dem Kunden nicht alles akzeptieren, was gefordert wird, sondern man muss deutlich machen, dass auch der Kunde und sein Planer Anforderungen und Pflichten termingerecht zu erfüllen haben.

Ein weiterer Schwachpunkt zeigt sich in der fehlenden oder mangelhaften Zielsetzung oder Zielvereinbarung mit dem Bauleiter, dem Polier und den weiteren Mitarbeitern auf der Baustelle. Wenn die Mitarbeiter kein Ziel vor Augen haben oder das genannte Ziel nicht akzeptieren, ist es (unverdientes) Glück, wenn das Ziel erreicht wird, viel häufiger wird es mehr oder weniger deutlich verfehlt. Hier muss angesetzt werden.

Auf den folgenden Seiten finden Sie wichtige Anregungen für Projekte mit eigenen Mitarbeitern, eine Vollständigkeit ist bei dem vorgesehenen Umfang der Veröffentlichung nicht möglich. Bei Bedarf müssen eigene Analysen durchgeführt oder auf das externe Know-how von Beratern zurückgegriffen werden.

Wissen allein genügt jedoch nicht, denn vieles wissen Sie ja bereits seit langem, sondern auf das TUN, auf die Umsetzung in das eigene Unternehmen kommt es an und darauf, dass man die auftretenden Widerstände im Konsens mit den Betroffenen überwindet, wohl wissend, dass eigentlich nur Babys mit nassen Windeln die Veränderung lieben, wie es einmal eine Schweizer Unternehmensberaterin treffend formuliert hat.

Viel Erfolg bei der Umsetzung neuer und bereits bekannter Gedanken in die betriebliche Praxis Ihres Unternehmens.

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