Seminar Nachtragsmanagement

Firmeninternes wabe-Seminar

Ziel

Alle Nachträge sollen frühzeitig erkannt, rechzeitig angemeldet und umfassend beschrieben und in voller Höhe durchgesetzt werden. Dabei soll das gute Verhältnis zu Architekt und Kunden möglichst erhalten bleiben und eine hohe Kundenzufriedenheit erreicht werden.

Teilnehmer

Oberbauleiter, Bauleiter, Arbeitsvorbereiter, Kalkulatoren, (Polier)

Inhalte

  • Wirtschaftliche Bedeutung des Nachtragsmanagements
  • Wirkung eines Nachtrages auf Kunden und Planer
  • Definition und Dokumentation des Bau-Solls in Auftragsverhandlungen und Vertrag
  • Zuständigkeiten und Verantwortung der Baubeteiligten
  • Erkennen der Abweichungen durch Kontrolle von Plänen und Leistungsbeschreibungen
  • Anmeldung
  • Technische Klärung
  • Leistungsbeschreibung und Kalkulation
  • Nachtragsgestaltung
  • Nachtragsverhandlungen

Methoden

  • Information und Präsentation
  • Erfahrungsaustausch
  • Ggf. Erarbeitung von notwendigen Werkzeuge und Tools

Dauer

1 Tag, 8.30 – 16.30 Uhr

Ausgangssituation

Kein Unternehmen hat Geld zu verschenken, dies gilt natürlich heute mehr denn je. Trotzdem ist dies bei den meisten Bauunternehmen gängige Praxis und wird von vielen Führungskräften toleriert, nicht selten sogar gefördert.

„Das stimmt nicht, zumindest nicht in meinem Betrieb“, sagen Sie? Das hoffe ich für Sie und Ihr Unternehmen.

Allerdings habe ich im Rahmen meiner bisherigen Tätigkeit in Seminaren, Workshops und Trainings mit fast 300 Bauleitern und anderen technischen Führungskräften im Nachtragsmanagement festgestellt, dass dies überwiegend nicht der Fall ist.

Eigentlich ist doch alles so einfach und klar

Der Kunde muss das bezahlen, was er bestellt. Will er etwas anderes

oder hat er es vielleicht vergessen zu bestellen, dann muss er dies natürlich bezahlen

oder genauer gesagt: er müsste es.

Im Normalfall will niemand seinen Geldbeutel weiter öffnen als nötig und vertraglich vereinbart.

Genau auf diesem Standpunkt steht der Kunde und mit ihm sein Planer, der vielleicht sogar für die Versäumnisse und sich daraus ergebenden Veränderungen mit oder allein verantwortlich ist.

Der Auftragnehmer und der zuständige Bauleiter wissen dies natürlich auch, und so wird häufig im Interesse einer vermeintlich reibungslosen Zusammenarbeit, in der Hoffnung auf mögliche Folgeaufträge oder aus Angst vor Anmeldung von Abnahmemängeln mancher Nachtrag gar nicht erst gestellt oder von der Geschäftsleitung selbst zurückgehalten.

Doch man sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein solches Verhalten beim Kunden Begehrlichkeiten weckt – denn Begehrlichkeiten kennen nach Seneca keine Schranken, sondern nur Steigerungen.

Um dies zu vermeiden, ist das Prinzip, dass der Kunde das bezahlen muss, was er bestellt und erhalten hat, konsequent umzusetzen.

Die meisten Kunden testen, wie weit sie gehen können und deshalb ist es ungemein wichtig, dass der Auftragnehmer seine Geschäftsprinzipien gleich zu Beginn – verbindlich im Ton und konsequent in der Sache – deutlich macht.

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