Sind Bauunternehmen dem (öffentlichen) Auftraggeber wehrlos ausgeliefert?

Diese Frage stellt sich mir, wenn ich die Reaktionen der Bauleiter eines Tiefbauunternehmens bei einem Seminar einordnen soll. Da wird von willkürlichen Kürzungen der Rechnung, von generell verweigerten Nachträgen gesprochen oder von verspäteten Zahlungen.

Zu Kürzungen oder Verweigerungen von Nachträgen gehören immer zwei, einer der den Versuch unternimmt und einer der einknickt, sich ärgert, aber nicht den Mut hat, sich dagegen zu wehren.

Doch was ist notwendig (außer Mut)?

Zunächst einmal muss man das vereinbarte Bausoll sehr genau kennen, ebenso die Rechte, die man bei einem VOB-Vertrag hat und man muss selbst seine Pflichten genau erfüllen, beim Leistungsumfang, bei der Qualität und den Terminen, aber auch bei Aufmaß und Rechnungstellung.

Natürlich braucht der Bauleiter bei allen Aktivitäten, die er unternimmt, um die Rechte einzufordern, die volle Unterstützung seiner Vorgesetzten.

Doch leider hapert es in vielen Unternehmen mehr oder weniger an den meisten Punkten, zumindest partiell und dann ist man tatsächlich dem Auftraggeber nahezu wehrlos ausgeliefert.

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