Technische Überlegungen bei Nachträgen

Alle Ausführungen beziehen sich im Folgenden auf berechtigte Nachträge, die in korrekter Höhe gestellt, vereinbarungsgemäß ausgeführt und berechnet werden.

Ergeben sich gegenüber dem Bausoll Änderungen und weicht damit die tatsächliche Ausführung von der vertraglich vereinbarten Leistung ab, entsteht der Anspruch auf einen Nachtrag.

Diese meist technischen Änderungen, wie

  • Änderung von Qualitätsstandards
  • Materialänderungen
  • zusätzliche oder entfallende Wände, Decken, Türen oder Fenster
  • statisch bedingte Änderungen, z.B. tragfähigere Wände, Über-   oder Unterzüge
  • Änderung der Ausführungsart, z.B. von Ortbeton zu Fertig- oder Halbfertigteilen
  • Auffüllungen oder Baugrubensicherung
  • Auflagen zum Brand- oder Schallschutz aus der Baugenehmigung
  • Mengenänderungen im Aushub, z.B. durch Veränderung von Gebäude- oder Kanalhöhen
  • Kontaminierungen
  • und vieles andere mehr

können nach der Auftragserteilung in der Arbeitsvorbereitung und in der Projektabwicklung festgestellt werden und danach müssen die erforderlichen Schritte eingeleitet werden.

Jedem Projektverantwortlichen muss klar sein, dass das Erkennen und Durchsetzen von (berechtigten) Nachträgen zu den wesentlichen Aufgaben in der Projektabwicklung gehört und für die Optimierung des Baustellenergebnisses (und damit des Betriebsergebnisses) unerlässlich ist.

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