Was Schlüsselfertigbauer über Finanzierung wissen sollten

Natürlich ist jeder Bauherr selbst verantwortlich, dass seine Baufinanzierung klappt und er in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Muss dann ein Hausverkäufer oder ein Schlüsselfertigbauer überhaupt etwas darüber wissen.

Ich meine auf alle Fälle, denn er sollte zumindest über die aktuellen Konditionen informiert sein und vielleicht selbst überprüfen, ob sich ein Interessent überhaupt ein Haus in der gewünschten Größenordnung leisten kann. Für beide Fälle gibt es im Internet die notwendigen Informationen und Vergleichsrechner. Hiermit kann man einem Interessenten auch klar machen, wie viel ein Zinsunterschied von vielleicht einem halben Prozent bei einer Laufzeit von 10 Jahren konkret in € ausmacht.

Außerdem sollte ein Verkäufer auch in der Lage sein, dem Interessenten die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten zu erklären, z.B. was der Beleihungswert ist und für wen welche Zinsbindung jeweils geeignet ist, damit der Interessent nicht nur auf die interessenorientierten Information der Banker und Vermittler angewiesen ist. Er sollte wissen, welche Gebühren die Kreativen unter den Banken bei Baudarlehen verlangen und natürlich auch erklären können, was ein Disagio bedeutet und wie sich dies konkret auf die Auszahlung der Darlehenssumme auswirkt.

Bei den derzeit historisch niederen Zinsen sollte der Verkäufer auch wissen, was es mit einem Forwarddarlehen auf sich hat und für dieses Finanzierungsmittel interessant sein kann.

Aber natürlich darf er sich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und keine konkreten Finanzierungsangebote unterbreiten, es sei denn, das Unternehmen will einem Fremden ein Privatdarlehen genehmigen, was ich mir allerdings kaum vorstellen kann.

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