Archiv für das Tag 'expert-verlag'

Jan 14 2010

Profile Image of wabe
wabe

Keine Zeit für die eigene Unternehmensstrategie

Abgelegt unter Unternehmensführung

nehmen sich die Verantwortlichen in vielen Bauunternehmungen, obwohl es die Situation dringend erforderlich machen würde, wie mir gerade wieder ein aktueller Fall zeigt.

Da wird ein entsprechender Workshop abgesagt und auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben, weil gerade ein Teil der Mitarbeiter im Winterdienst eingesetzt werden und daher auch die Vorgesetzten IMMER ansprechbar sein müssen und später geht es auch nicht, zuerst hat jemand Urlaub, dann kommt Fasching usw.

Aber so wichtig ist eine neue Strategie dann doch nicht, obwohl der Umsatz  bei den Hauptauftraggebern 2009 eingebrochen ist und deren klamme Kassen für dieses Jahr zumindest keine Ausweitung erwarten lässt, was noch der günstigste Fall wäre, wahrscheinlicher ist ein weiterer Rückgang.

Aber die bisherige Geschäftspolitik stellen Unternehmer und Führungskräfte selten in Frage, ein “Weiter so” wird der kritischen Hinterfragung und neuen Wegen und Möglichkeiten vorgezogen. 

Schade für die Unternehmen und deren Mitarbeiter, gut für die Konkurrenz, die Chance findet und nutzt. Wenn auch Sie zu den Letzteren gehören wollen, dann unterstütze ich Sie gerne  bei der Umsetzung.

Wichtige Tipps zum Vorgehen und zur Umsetzung finden Sie in meinem Fachbuch “Die optimierte Baustellenabwicklung”, das im expert-verlag erschienen ist.

Keine Kommentare

Jul 10 2009

Profile Image of wabe
wabe

Flops in der Projektentwicklung vermeiden (2)

mehrfamilienhaus

Grundstück und Konzeption

 

Vielfach hört man auf die Frage nach den 3 wichtigsten Punkten der Projektentwicklung:

  • 1. Grundstück
  • 2. Grundstück
  • 3. Grundstück

Wenn diese Aussage stimmen würde, dürfte man nur noch in 1a oder 1b Lagen Projekte entwickeln. Die sind aber rar, teuer und häufig stark umkämpft.

Wenn etwas schief geht, dann liegt es m.E. an der Projektkonzeption, die nicht zum Grundstück und zum Markt passt, denn nur, wenn das passt, können Objekte vernünftig vermarktet und erfolgreich abgewickelt werden.

 

Wie findet man die richtige Konzeption, die zum Grundstück, zur Marktsituation und zur eignen Leistungsfähigkeit passt und wie werden möglicherweise auftretende Risiken ausgeschaltet oder so frühzeitig erkannt, um ihre Folgen zu minimieren.?

 

Für die Beantwortung beider Fragen helfen 2 Techniken und Verfahren:

  • Szenariotechnik für Projekte
  • Ergebnis- und qualitätsorientiertes Projektmanagement mit vordefinierten Meilensteinen

In der Szenariotechnik, wie sie u.a, in meinem Buch „Die optimierte Auftragsbeschaffung am Bau” explizit beschrieben ist, werden die unterschiedlichen Trends und Entwicklungen und die vorhandenen Rahmenbedingungen miteinander verbunden nach dem Prinzip:

  • Verstärken sich 2 Aussagen?
  • Heben sie sich gegenseitig ganz oder teilweise auf?
  • Beeinflussen sie einander nicht oder fast nicht

Daraus kann dann ein projektbezogenes Szenario mit quantifizierten Warnlampen entwickelt werden, das vor allem in den ersten Meilensteinen des Projektmanagement überprüft und die daraus entstehenden Folgen in die Meilensteinbeurteilung einfließt.

Für das Projektszenario sind die Entwicklungen und Trends innerhalb folgender Kriterien zu beachten:

  • Gesamtwirtschaftliche Lage
  • Gesellschaftliche, rechtliche und steuerrechtliche Rahmenbedingungen inclusive. Fördermöglichkeiten für Bauträger- und Projektentwicklungsmaßnahmen
  • Regionale wirtschaftliche Entwicklungen insbesondere Abweichungen vom allgemeinen Trend, Abhängigkeit von großen Arbeitgebern
  • Regionale und örtliche Marktsituation
  • Entwicklung der Kundenwünsche
  • Definition und teilweise Quantifizierung von Warnlampen, also von Trends, deren Auswirkungen sich ganz besonders auf das Projekt auswirken können, wie
    • Zins- und Inflationsentwicklung
    • Steuerliche Rahmenbedingungen
    • Konkurrenzsituation
    • Veränderung der Wirtschaftslage, auch örtliche Einflüsse
  • usw

Keine Kommentare

Mai 08 2009

Profile Image of wabe
wabe

Auswahl von potenziellen Nachunternehmern

Es ist zunächst entweder prinzipiell oder im Einzelfall festzulegen, ob überhaupt eine Ausschreibung durchgeführt werden soll oder ob ein Stammunternehmer zu vereinbarten Jahrespreisen oder auf Grundlage eines vergleichbaren Angebots den Auftrag erhält.

Bei jeder Ausschreibung muss man überlegen, welche Unternehmen zur Angebotsabgabe eingeladen werden. Dabei sind folgende Vorgehensweisen denkbar:

  • Konzentration auf eigene Stammnachunternehmen mit

oder ohne Jahresvertrag

  • Einladung verschiedener, meist wechselnder Firmen, unabhängig davon, ob bereits eine Geschäftsbeziehung besteht
  • Öffentliche Ausschreibung in entsprechenden Medien, vor allem in Regionen, in denen Sie bisher kaum oder nicht tätig waren

Auch wenn Sie in erster Linie mit Stammnachunternehmern arbeiten, sollten Sie von Zeit zu Zeit neue Firmen zur Submission einladen und sie dann auch beauftragen, um bisherige Stammnachunternehmer, die nicht mehr ganz so zuverlässig oder günstig sind, zu ersetzen. Dies spricht sich unter den anderen Nachunternehmern schnell herum, sodass die Verbleibenden wieder neu motiviert werden und sowohl preislich als auch bezüglich der Qualität wettbewerbsfähig bleiben.

Wird anderen Firmen aber keine Chance eingeräumt, hat man nach einiger Zeit auch Schwierigkeiten, von anderen Unternehmen, selbst bei Aufforderung, ein Angebot zu erhalten, da diese – vielleicht mit Recht – befürchten, nur zum Drücken des Preises benutzt zu werden, ohne eine echte Auftragschance zu haben.

Wenn Sie in einer Region neu tätig sind, müssen Sie dort auf sich und Ihre Ausschreibungen aufmerksam machen, sei es durch Anzeigen in Zeitungen oder Submissionsanzeigern (Print oder online) oder durch direktes Anschreiben potenzieller Nachunternehmer.

Dabei müssen Sie sich selbst auch entsprechend positiv darstellen, vielleicht auch mit dem Verweis auf die eigene Homepage, falls diese gut gestaltet ist. Denn für völlig unbekannte Firmen geben nicht alle Firmen Angebote ab, oder sie bieten diesen zumindest nicht die günstigsten Preise an.

Keine Kommentare

Mai 06 2009

Profile Image of wabe
wabe

Beschaffung von Nachunternehmerleistungen (4)

Mein Fachbuch “Nachunternehmer-Management im Komplettbau” ist 2007 im expert-verlag, Renningen, mit der  ISBN 978-3-81692758-7 zum Preis  € 27,00 erschienen.Sie erhalten es im Buchhandel, im online-Buchhandel und hier bei mir.

Wechselt zwischen Kalkulationsphase und Vergabe der Verhandlungspartner des HU – also z. B. vom Kalkulator zum technischen Leiter -, ist sicherzustellen, dass alle Informationen in beiden Richtungen im eigenen Unternehmen ausgetauscht werden; dabei kommt einer entsprechenden Dokumentation erhebliche Bedeutung zu.

Auch muss man Folgendes berücksichtigen: wenn ein Nachunternehmer weiß, dass er in den Vergabeverhandlungen auf einen neuen Partner treffen wird, dann nennt er dem Kalkulator als erstem Gesprächspartner nur ganz selten seinen letzten Preis, und so wird häufig der Kalkulation ein zu hoher Preis zugrunde gelegt, mit oft fatalen Folgen für die eigenen Auftragschancen.

Wenn aber der Kalkulator spekuliert, wie viel Vergabegewinn noch möglich ist, und diesen Abschlag bereits in seinem eigenen Preis berücksichtigt, kann dies durchaus ein riskantes Spielchen sein.

Man erhält dann vielleicht tatsächlich den Auftrag, aber die Zielvergabepreise werden dann u. U. nicht erreicht und damit auch nicht der notwendige Deckungsbeitrag.

Vor allem in kleineren und mittleren Unternehmen schaltet sich der Chef oder Abteilungsleiter immer wieder nach der eigentlich bereits durchgeführten Vergabeverhandlung in das Verfahren ein, um durch seinen Chefbonus einen weiteren Preisnachlass zu erzielen.

Wenn dies bei den Nachunternehmern bekannt wird – und das geschieht schneller, als man denkt – muss dieses Prozedere immer und ausnahmslos durchgeführt werden, da die NU den Chefbonus in der Hinterhand behalten und dem Verhandelnden nicht den günstigsten Preis nennen werden.

Wird der Chef nicht aktiv, so verbleibt der Chefbonus zulasten des eigenen Unternehmens beim Nachunternehmer.

Bei diesem Verfahren ist auch zu berücksichtigen, dass der Chef die Autorität und Kompetenz seines Mitarbeiters dauerhaft untergräbt, was sich auf spätere Verhandlungen ebenfalls nicht positiv auswirkt.

Wenn das Vorgehen zwischen Chef und Mitarbeiter vorher abgesprochen ist, hält sich die Frustration des Mitarbeiters meist in Grenzen, schafft aber nicht unbedingt Motivation und Selbstbewusstsein. Es spricht also einiges gegen diese Verfahren.

Keine Kommentare

Apr 01 2009

Profile Image of wabe
wabe

Fachbuch “Nachunternehmer-Management im Komplettbau”

Im April möchte ich Ihnen mein Fachbuch “Nachunternehmer-Management im Komplettbau” vorstellen, es ist unter der ISBN 978-3-8169-2758-7 im expert-verlag erschienen, es kostet € 27,00 und ist im Buchhandel und im online-Buchhandel sowie hier erhältlich.

Hier der Klappentext:

 

Einerseits wird die Dienstleistung Bauen wird immer komplexer – viele Kunden erwarten heute mehr, viel mehr als nur die Erbringung einer reinen Gewerkeleistung -, andrerseits konzentrieren sich immer mehr Bauunternehmen auf ihre Kernkompetenzen und individuellen Stärken. Leistungsbereiche, die nicht lukrativ sind, werden aufgegeben.

Es gibt nur noch selten Gemischtwarenhandlungen, die alles im eigenen Unternehmen herstellen.

Daher nimmt die Bedeutung der Nachunternehmer ständig zu und deren Leistungen übertreffen im Komplettbau die Leistungen des Hauptunternehmers bei Weitem, wenn dieser überhaupt noch eigene Leistungen erbringt und nicht nur als Generalübernehmer und Dienstleister tätig ist.

Dies gilt nicht nur im Hochbau sondern verstärkt auch im Tief- und Straßenbau.

Die Nachunternehmer entscheiden daher nicht nur über ihre Angebotspreise mit über die Auftragschancen des Hauptunternehmers, sondern sie prägen vor allem auch das Bild der Baustelle und letztlich damit auch das Erscheinungsbild des Hauptunternehmers.

Die Qualität der Bauleistung wird deshalb in erster Linie über die Qualität der Nachunternehmerleistungen definiert und diese bestimmen damit in hohem Maße die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit der Kunden mit der Bauleistung und der Projektabwicklung und sie entscheiden damit auch über die langfristige Unternehmensentwicklung des Generalunternehmers.

Der betriebswirtschaftliche Erfolg jeder Baustelle und des Unternehmens insgesamt wird in immer stärkerem Maße von den Preisen und der Rechnungsstellung der Nachunternehmer beeinflusst.

Dem muss auch in den Ausschreibungen, den vertraglichen Regelungen und in der Steuerung der Nachunternehmerleistungen Rechnung getragen werden

Keine Kommentare

Mrz 28 2009

Profile Image of wabe
wabe

Juristisches für den Projektmanager Bau (2)

Abgelegt unter Fachbuch Projektmanager

Während es bei Großprojekten nicht selten eine Baustellen begleitende juristische Betreuung – meist sowohl auf Auftraggeberseite als auch auf Unternehmerseite – gibt, muss diese juristische Betrachtung bei den anderen Projekten vom Projektmanager vorgenommen werden.

Er muss, sofern dies noch nicht ausführlich im Angebotsstadium erfolgt ist, die Wirksamkeit der Klauseln anhand der höchstrichterlichen Rechtsprechung, wie sie im Internet, in Büchern und in anderen juristischen Veröffentlichungen nachzulesen ist, überprüfen oder zumindest erkennen, wo ggf. ein Baujurist zur Prüfung herangezogen werden sollte.

Dies gilt natürlich auch im Verhältnis zu Nachunternehmern und Partnern.

Hierbei muss beachtet werden, dass in diesen Fällen meist das eigene Unternehmen die Verträge formuliert, daher ist darauf Wert zu legen, dass alle Formulierungen wirksam sind.

Der Projektmanager muss über Kenntnisse der Vertragsgestaltung und der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) verfügen und die darin enthaltenen Paragrafen anwenden können.

Er muss wissen, was im geschäftlichen Verkehr unter Kaufleuten anders ist als im Verhältnis zu Privatkunden.

Der Projektmanager muss so handeln, dass er im Falle eines Rechtsstreites alles beweisen kann, was er oder sein Unternehmen behauptet.

Nicht, um einen Rechtsstreit zu führen, sondern um einen Rechtsstreit zu vermeiden, denn wenn die Gegenseite – dieses Wort ist hier bewusst gewählt – weiß oder erkennen kann, dass das ausführende Unternehmen über die entsprechenden Nachweise verfügt, wird sie es auf keinen Rechtsstreit ankommen lassen.

Viele Rechtsstreite – für die Bauunternehmen oft mit negativem Ausgang – werden deshalb geführt, weil der Kunde weiß oder begründet vermutet, dass die Dokumentation im Bauunternehmen mangelhaft ist.

Schon die Androhung eines Rechtsstreits führt daher bei nicht wenigen Unternehmen zu einem Einknicken und zum Verzicht auf eigentlich zustehendes Geld.

Keine Kommentare

Mrz 27 2009

Profile Image of wabe
wabe

Nur eine Momentaufnahme oder die Wende zum Schlechten

Abgelegt unter Aktuelles

Nach Angaben des Stat. Bundesamtes sind die Aufträge im Bauhauptgewerbe im Januar 09 preisbereinigt um mehr als 24 eingebrochen und in den Betrieben waren rund 10 000 Mitarbeiter weniger beschäftigt.

 

Ist der Einbruch in dieser Höhe von Dauer oder haben sich Auftraggeber möglicherweise zurückgehalten, um zu schauen, ob sie von den Konjunkturprogrammen profitieren können.

 

Dies kann wohl niemand genau sagen, allerdings muss man die Entwicklung genauestens verfolgen und sich noch intensiver um den Bereich Auftragsbeschaffung kümmern, viele wichtige Tipps finden Sie in meinem Buch „Die optimierte Auftragsbeschaffung am Bau”, das ich Ihnen in meinem Blog schon näher vorgestellt habe.

 

Hier können Sie das Buch schnell und versandkostenfrei erwerben.

Keine Kommentare

Mrz 23 2009

Profile Image of wabe
wabe

Anforderungen an den Projektmanager Bau (2)

Abgelegt unter Fachbuch Projektmanager

Dies klingt nach einem Universalgenie, wie man es häufig in Stellenanzeigen findet, und sicher kann niemand in allen Bereichen gleich stark sein.

Doch wem in einem oder mehreren Bereichen die Fähigkeiten fehlen und wer sich diese auch nicht aneignen kann oder will, wird nur bedingt als Projektmanager erfolgreich sein; er sollte dann eher andere Aufgaben übernehmen.

Doch selbst Wissen und Können reichen nicht aus, um erfolgreich zu sein, man muss auch wollen und vor allem auch entsprechend handeln, denn das ist vielleicht sogar die wichtigsten Säule, oder um es mit Goethe zu sagen:

 

Es ist nicht genug, zu wissen,

man muss es auch anwenden,

es ist nicht genug, zu wollen,

man muss es auch tun.

 

 

Keine Kommentare

Mrz 19 2009

Profile Image of wabe
wabe

Anforderungen an den Projektmanager Bau

Abgelegt unter Fachbuch Projektmanager

Wer erfolgreich Projektmanagement am Bau betreiben will, muss über die notwendigen Kenntnisse verfügen, wie

  • Fachwissen
  • Methodenkompetenz

Darüber hinaus benötigt der Projektmanager die nachfolgenden Kompetenzen und Fähigkeiten:

  • Er denkt kundenorientiert.
  • Er will Qualität.
  • Er kann gut kommunizieren.
  • Er motiviert und führt seine Mitarbeiter und die Verantwortlichen der Nachunternehmer.
  • Er ist teamfähig.
  • Er handelt konsequent und setzt sich durch.
  • Er ist flexibel und kreativ.
  • Er beweist Sensibilität.
  • Er zeigt Verhandlungsgeschick.
  • Er verantwortet persönlich das Ergebnis des Projektes.
  • Er optimiert seine persönliche Arbeitstechnik.
  • Er kann organisieren.
  • Er dokumentiert alles Wesentliche.

Dies klingt nach einem Universalgenie, wie man es häufig in Stellenanzeigen findet, und sicher kann niemand in allen Bereichen gleich stark sein.

Doch wem in einem oder mehreren Bereichen die Fähigkeiten fehlen und wer sich diese auch nicht aneignen kann oder will, wird nur bedingt als Projektmanager erfolgreich sein; er sollte dann eher andere Aufgaben übernehmen.

Das Buch können Sie hier versandkostenfrei bestellen.

Keine Kommentare

Mrz 06 2009

Profile Image of wabe
wabe

Einführung Projektmanager Bau

Abgelegt unter Fachbuch Projektmanager

Ich sitze am Abend im Hotelzimmer, eine für einen Berater durchaus normale Situation und das Wetter ist so schlecht, dass man keinen Hund vor die Tür jagen würde, das Fernsehprogramm ist so langweilig wie immer, da bleibt als einziges die Verbindung ins Netz und so habe ich Zeit entgegen meiner gestrigen Aussage heute doch zu posten und möchte Ihnen die Einführung in mein Fachbuch vorstellen.

 

In den meisten Seminaren und Veröffentlichungen für Bau- und Projektleiter werden in erster Linie die auszuübenden Tätigkeiten und Aufgaben im Projektmanagement beschrieben. Diese Tools oder das entsprechende Handwerkszeug werden den Mitarbeitern vermittelt, um diese für die jeweiligen Aufgaben im Unternehmen fit zu machen. So, als ob es ausreichen würde, dass ein Verantwortlicher einfach nur vorgegebene Verhaltensmuster und Handlungsanweisungen übernimmt und sie selbstverständlich immer richtig anwendet.

Doch die bloße Anwendung von Regeln und Verfahren reicht eben bei weitem nicht aus, denn für einen erfolgreichen Projektmanager ist es mindestens genau so wichtig, dass er sich auch im persönlichen Bereich, in den so genannten „weichen” Faktoren weiterbildet, seine Stärken trainiert und richtig einsetzt und – soweit möglich – an seinen Schwächen arbeitet. Der Projektmanager muss sich in allen Bereichen seiner Tätigkeiten und Entwicklung anspruchsvolle, aber erreichbare Ziele setzen oder mit seinem Vorgesetzten solche vereinbaren.

Erst wer die Anforderungen auch an die Person, an den Menschen kennt und ihnen die vorhandenen oder erwerbbaren Fähigkeiten gegenüber stellt, wird erkennen können, wer sich am besten für welche Aufgabenstellung eignet. Dies gilt sowohl für die Führungskraft, die einen Mitarbeiter optimal einsetzen will, als auch für den Mitarbeiter, der seinen für ihn richtigen Aufgabenbereich finden und ihn bestens ausfüllen will.

Dass in den Unternehmen dem Vorgesagten nur selten Rechnung getragen wird, zeigt sich z.B. darin, dass Techniker oder Ingenieure mal als Bauleiter für eigene gewerbliche Mitarbeiter eingesetzt werden und dann wieder als Projektleiter im Komplettbau tätig sind.

Beide Aufgabenbereiche sollen im Folgenden behandelt werden, als Oberbegriff für beide verwende ich im Titel und im weiteren den im Bau noch nicht üblichen Begriff des Projektmanagers.

Am Ende des Buches werden beispielhaft die Abläufe im Komplettbau und im reinen Rohbau sowie einige Tools vorgestellt. Für weitergehende Informationen zum Bauen mit eigenen gewerblichen Mitarbeitern verweise ich auf mein Buch „Die optimierte Baustellenabwicklung”, das 2004 im gleichen Verlag erschienen ist.

Keine Kommentare

Ältere Einträge »

TopBlogger.net - Die Topsite für Blogger Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de blog-o-rama.de blogoscoop